Wetter: bewölkt, heiter bis schön, windig, feucht / Temp.: 30 Grad
Heute Morgen starten wir mit rekordverdächtigen 23 Grad in den neuen Tag. Es hat in der Nacht wegen einer Wolkendecke nur wenig abgekühlt. Diesmal fahren wir aber endgültig weiter ;-) Unser heutiges Tagesziel hatten wir schon vor drei Jahren als Aufenthaltsort gewählt.
Zunächst nehmen wir den "Pacific Highway" bis "Kew". Dort verlassen wir die vierspurige Schnellstrasse und fahren der Küstenstrasse, dem "Ocean Drive", entlang. Am "Queens Lake" in "North Heaven" machen wir eine erste Verschnaufpause. Schliesslich ist der Weg das Ziel und nicht nur das Tagesziel. Um zehn Uhr messen wir bereits 28 Grad Celsius. Es wird ein warmer Tag werden.

Der "Lake Innes" bei "Lake Cathie" (Dorf) ist ein idealer Ort für Angler, Badende und Picknicker. Die einladende Parkanlage und das "Inlet" sind heute Sonntagmorgen schon gut besucht. Zur Zeit herrscht Ebbe, so dass die Angler Mitten im "Inlet" stehen und ihrem Hobby frönen können.


Die Rinde der "Paperbark Trees" (China-Rinden-Baum) wurde von den "Aborigines" als Papier für Zeichnungen und Kunstwerke verwendet. Die Rinde fühlt sich total weich und papierig an.


Nicht, dass wir die anderen Campingplatzketten nicht mögen, aber bei den "BIG4" erhalten wir 10% Mitgliederrabatt (Member Card) und zudem verfügen diese Plätze über einen überdurchschnittlich hohen Standard. Auch der BIG4-Campingplatz "Sundowner Breakwall Tourist Park" macht da keine Ausnahme. Wir können die Parzelle sogar selbst auswählen.
Nachdem wir unseren Campervan platziert haben, steht einem Spaziergang ins Stadtzentrum nichts mehr im Wege. "Port Macquarie" besitzt eine grosszügige Strandpromenade, die eigentlich nur durch den Campingplatz unterbrochen wird. Der verbindende Fussgängerweg führt auf dem Damm, der das "Inlet" abschliesst sozusagen an unserer Haustür vorbei. Durch das "Inlet" mündet der "Hastings River" ins Meer.

Die Felsbrocken des "Breakwalls" entlang dieses Spazierwegs sind eine echte Attraktion dieser Stadt. Sie sind mittlerweile allesamt mehr oder weniger künstlerisch bemalt oder besprayt. Erfreulicherweise ist nicht eine einzige Schmiererei darunter, wie es bei uns zuhause an Hauswänden und Mauern leider allzu oft der Fall ist.



Nachfolgend eine kleine Auswahl der Hunderten von bunt bemalten "Rocks", mit sogenannter "graffiti art".





Oftmals sind darauf auch nur Erinnerungsmotive an Ferien oder spezielle Ereignisse festgehalten.





Besonders einfallsreich und originell sind auch diese aus gepressten Bierdosen und -Plaketten erstellten Kunstwerke.




Unser Spaziergang endet vorerst beim "Glasshouse". Dieses moderne Bauwerk ist das Kunst-, Konferenz und Unterhaltungszentrum, welches dem grossen "Port Central Shopping Centre" vorgebaut ist.


Wir statten dem "Visitor Information Centre", welches sich im gleichen Gebäude befindet, unseren üblichen Besuch ab ;-)
Endlich sind sie bei uns zu Gast, unsere Lieblinge, die munteren, bunten "Rainbow Lorikeets". Sozusagen auf unserer Hauspalme lassen sie sich nieder und picken die leckeren Samen vom Blütenstand.




Gleich neben dem Campingplatz schliesst ein "Skatepark" mit "Halfpipe", "Miniramp", "Bowl", "Pool", "Pyramide", für Jung und Alt an. Die einen praktizieren diese verschiedenen, dynamischen Sportarten, andere schauen einfach nur zu.




Früh übt sich, wer ein grosser Meister werden will.

Port Macquarie (NSW) (Montag, 27.2.2012)
Wetter: bewölkt, heiter bis schön, windig, feucht / Temp.: 30 Grad
Die fliegenden Hunde, hier auch "flying foxes" oder "bats" genannt, sind inzwischen zu einer allgemeinen Landplage geworden. Weil sie unter die geschützten Tierarten gehören, haben sie sich derart vermehrt, dass sie in gewaltigen Schwärmen zu Zehntausenden in die Plantagen einfallen und alles kahl fressen. Gestern Abend haben wir in der Dämmerung einen unglaublich grossen Schwarm vorüberfliegen sehen. Der Himmel wurde geradezu schwarz von der Masse dieser grossen fledermausartigen Tiere. Wir standen staunend da und konnten es kaum fassen, denn es dauerte fast zehn Minuten, bis die ganze Schar vorüber geflogen war.

Da kann man wieder mal sehen, was bedingungsloser Tierartenschutz bewirken kann, wenn man bei eine Überpopulation nicht die Gnade hat, diesen Schutz auch wieder mal aufzuheben, denn natürliche Feinde haben die "Bats" hier offenbar keine.
Unsere Hauspalme ist auch für den Morgenputz geeignet. Zwei "Cockatoos" lassen sich auf einem Ast nieder und putzen sich leidenschaftlich.


Dazu gehört auch das gegenseitige säubern des Gefieders, wobei es mitunter sehr laut zu und her geht.


Es ist generell spannend, den verschiedensten Vögeln auf dem Platz bei ihrem Tagesgeschäft zu zuschauen.


Von den in Australien beheimateten 800 Vogelarten gelten immerhin 350 von ihnen als endemisch, d. h. es sind Spezies, die nur in Australien vorkommen. Wir kennen deshalb nur relativ wenige. Die relativ scheuen "Bee Wees" haben wir beispielsweise schon einige Male angetroffen.


Auf dem heutigen Tagesplan steht eine Wanderung direkt vom Campingplatz aus entlang der Küste. Gleich beim "Inlet-Eingang" sichten wir ein paar Delphine. Es ist schwierig, sie zu fotografieren, weil sie jeweils irgendwo und nur kurzzeitig an die Wasseroberfläche kommen, um Luft zu schnappen.

Der "Town Beach" folgt gleich nach dem Campingplatz. Diese Badebucht ist durch "Life Guards" gesichert. Ihr luftiger Hochstand scheint top modern zu sein.

Ab jetzt folgen wir dem gut ausgebauten Küstenwanderweg.


Der Strand wird allmählich rauer und felsiger.

Wir werfen noch einen Blick zurück auf die "Town Beach" mit dem "Inlet-Eingang".


Die "Oxley Beach" mit den bizarren Felsformationen ist zum Schwimmen weniger geeignet.

Ebenso schwimmunfreundlich ist die nun folgende "Rocky Beach" mit ihren rötlich gefärbten Felsen, in dem viele Muscheln eingelagert sind.



Nun steigen wir immer höher der Felsenklippe entlang bis fast auf Strassenhöhe. Vom "Windmill Lookout" aus kann man beide Buchten gut überblicken. Die Aussicht auf die zerklüftete Küste ist faszinierend.



Das wolkige Wetter gibt der Szene einen mystischen Anstrich.


Der nun folgende wunderschöne "Flynns Beach" ist ein beliebter Sandstrand für Schwimmer und Wellenreiter.


Es gibt hier nebst einer Picknick- und Barbecue-Wiese sogar eine Surfschule und ein kleines Terrassen-Restaurant.




Nach einem kleinen Lunch spazieren wir auf dem gleichen Weg wieder zurück. Wir werfen noch einen letzten Blick auf die bezaubernde "Flynns Beach".

Als wir von unserer vier stündigen Wanderung wieder zurück und zum Café an der Strandpromenade unterwegs sind, erblicken wir im "Inlet" doch tatsächlich einen Windsurfer, den ersten, seit wir in Australien sind. Leider ist der Wind, trotz des grossen Segels, momentan etwas zu schwach, um voll ins Gleiten zu kommen.


Eine Stunde später nimmt der Wind sodann um 1 bis 2 Bf. zu; vom Windsurfer ist leider nichts mehr zu sehen.
Der Dammweg ist heute Montag lange nicht so belebt, wie gestern Sonntag.


Unser Campervan steht mitten im Grünen des grosszügigen angelegten, parkähnlichen Campingplatzes.


Wir haben wieder mal Appetit auf thailändische Küche. Unsere Wahl fällt auf das "Spicy Yahmor Thai Restaurant" im Stadtzentrum.


Das gemütliche, stilechte BYO-Lokal bietet ausgezeichnetes Essen zu normalen Preisen an. Die Bedienung ist freundlich und aufmerksam. Wir lagen mit unserem Spürsinn für gute Restaurants auch diesmal goldrichtig.
Fotos des Tages: Blumen am Wegesrand



Port Macquarie – Nambucca Heads (NSW) (Dienstag, 28.2.2012)
Wetter: sehr schön, heiss, windig / Temp.: 34 Grad
Das Thermometer rennt heute um die Wette. Schon am frühen Morgen messen wir 21 Grad Celsius und dann klettert das Quecksilber innerhalb weniger Stunden bis zum Mittag auf 34 Grad, den bisherigen Höchstwert unserer Australienreise.
Wir brechen unsere Zelte im schönen "Port Macquarie" ab und fahren auf dem "Pacific Highway" der Küste entlang weiter. Unser nächstes Ziel "Nambucca Heads" liegt 111 Kilometer nördlich, am Delta bzw. "Inlet" des "Nambucca River". Die Lage dieser Ortschaft ist traumhaft schön. Sie liegt eingebettet zwischen mehreren Hügeln, dem Inlet und einer wunderbaren Küstenlinie mit mehreren bezaubernden Buchten. Bei der Einfahrt in die Kleinstadt machen wir einen Lunch-Halt. Noch können wir nur erahnen, welch' einzigartiges Naturschauspiel uns noch erwartet.


Auch der angepeilte "Top Tourist" Campingplatz "White Albatross Holiday Park" hat eine Prachtlage. Er liegt direkt an der Flussmündung und ist nur noch abgetrennt durch eine kleine Lagune, welche zum "Inlet" hin zusätzlich durch einen künstlichen, begehbaren Damm geschützt ist. Der Campingplatz schmiegt sich gleichermassen um die Lagune, welche auch zum Baden benutzt werden kann.

Zusätzlich verfügt der Platz über einen grosszügigen Swimmingpool und alle Annehmlichkeiten eines Top-Campingplatzes.


Die sanitären Anlagen sind vorbildlich und die Küchenanlagen und Barbecues ausserordentlich grosszügig ausgebaut.



Nachdem wir uns auf einer wunderschönen Parzelle mit eigenem Gartenbrunnen gemütlich eingerichtet haben, unternehmen wir einen ersten Spaziergang auf den nahen Damm.


Ähnlich, wie in "Port Macquarie", sind die Felsbrocken mit "Graffiti Art" bemalt.




Vom Damm aus kann man die Ausdehnung des Sandstrandes nur erahnen. Durch den kräftigen auflandigen Wind ist der Strand von der aufgewirbelten Gischt in Dunst und Sandstaub gehüllt.


Gleich neben dem Campingplatz befindet sich (welch' glücklicher Zufall ;-) ein Terrassen-Restaurant mit herrlicher Aussicht auf das "Inlet". Da lassen wir uns nicht zweimal bitten.

Als nächstes erklimmen wir die drei "Lookouts" von "Nambucca Heads". Der gut ausgebaute Aufstieg befindet sich gleich hinter dem Campingplatz. Ein paar Schritte abseits der Strasse und schon befindet man sich hier wieder im Urwald.


Als wir beim ersten "Lookout" ankommen, stockt uns beinahe der Atem. Die Aussicht, welche sich uns bietet, ist unglaublich schön.


Wir sind überwältigt vom Farbenspiel des Wassers und den weit geschweiften Sanddünen, die jetzt bei Ebbe besonders gut zur Geltung kommen.



Die Farbenvielfalt der "Inlet"-Landschaft ist von einzigartiger Schönheit. Wenn man es nicht selbst mit eigenen Augen gesehen und erlebt hätte, würde man es kaum glauben.



Von hier oben können wir unseren Campingplatz mit der Lagune und die benachbarten Buchten gut überblicken.




Jetzt können wir auch die riesigen Dimensionen des Sandstrand auf der anderen Seite des "Inlets" erkennen.

Für heute haben wir uns satt gesehen. Vielleicht ist es morgen etwas weniger dunstig. Die Wetterprognosen für morgen lassen jedenfalls hoffen ;-)

Die kleine Wanderung war zwar nicht anstrengend, dennoch hat die Hitze mit der relativ hohen Luftfeuchtigkeit das Ihrige dazu beigetragen, dass wir verschwitzt und klebrig unten ankommen. Der Swimmingpool vom Campingplatz bietet sich zur Abkühlung der edlen Körper idealerweise an. Mit schätzungsweise 26 Grad ist das Wasser auch für mich (Heinz) genügend warm, zumal die Luft üppige 34 Grad warm ist ;-)

Wir haben den Swimmingpool fast für uns alleine. Da kann man auch mal die Rutschbahn testen :-)
Video 1 (1,9 MB)
Video 2 (2,0 MB)
Foto des Tages: Kontraste...

Nambucca Heads (NSW) (Mittwoch, 29.2.2012)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 34 Grad
"Hei, was guckst du blöd?" scheint dieser "Galah" uns zuzurufen, "hast du noch nie einen Vogel beim Fressen gesehen?"

Die verschiedenen Vögel können wir inzwischen durchaus nach ihrem Ruf unterscheiden, wobei alle Papageien das typische Krächzen von sich geben, welches mit dem sonst melodischen Pfeifen der Vögel wenig gemeinsam hat.

Zum Frühstück gibt's heute knusprige Tannen-Sprösslinge.


Der "Magpie" klingt, obwohl etwas disharmonisch, schon wesentlich angenehmer für das menschliche Ohr.


Der heutige Tag könnte noch etwas heisser werden, als der gestrige. Am Vormittag schauen wir uns zunächst die verschiedenen Buchten rund um "Nambucca Heads" etwas genauer an. Leider ist es wieder sehr dunstig, was nicht gerade ideal zum Fotografieren ist. Das "Inlet" präsentiert sich heute Morgen bei extremer Ebbe wieder mit anderen Sandbankstrukturen.

Die "Shelly-Beach" haben wir gestern schon von oben gesehen.


Wenden wir uns lieber dem dem Dorf "Nambucca Heads" zu, dessen Strassenzüge unabhängig vom Gelände oftmals in extremem Gefälle verlaufen. Häufig sind es über 20% Steigung.

Das kleine Städtchen wird, wie so oft in Australien, vom Auto dominiert. Immerhin hat es genügend Parkgelegenheiten, selbst für unseren langen Campervan (7.30 m).


Die Ortschaft kann mit einer Besonderheit aufwarten. An der Haupteinkaufsstrasse finden wir ein riesenlanges Kunstwerkmosaik, wahrscheinlich eine Kopie des österreichischen Künstlers "Hundertwasser", denn der Mann hat unseres Wissens nie in Australien gelebt.


Nichtsdestotrotz sind die malerischen Figuren entlang des Gehsteiges sehenswert und eine Attraktion.

Wir schauen uns die Kunstwerke ein wenig genauer an.




Die Bank der Bushaltestelle ist sogar in dieses immense Mosaik integriert.

Die Motive entstammen meist der Meeresfauna und -Flora der Gegend.




Der Nachmittag gehört dem "dolce far niente" und Baden im Swimmingpool. Für Wanderungen ist es uns schlichtweg zu heiss.
Doch das grosse Saunaschwitzen geht am Abend erst richtig los. Es will einfach nicht abkühlen. Um zehn Uhr messen wir immer noch 25 Grad. Im Campervan hat es trotz Volllüftung gegen 30 Grad. Hinzu kommt die tropisch feuchte Luft, die einen zusätzlich den Schweiss aus allen Poren treibt. An Schlaf ist da nicht zu denken, bevor nicht eine weitere kalte Dusche zum Abkühlen des glühenden Körpers verhilft.