Windsurfen am Seehof, Rügen (D) (Mittwoch, 22.8.2012)Wetter: bewölkt, sehr schön / Temp.: 18 – 21 Grad / Wind: 5 – 6 (7) Bf. (W)
Windsurfen: Segel 4.2, 5.0, 5.5 m2 / Brett 85, 95 L / Dauer 5 hDer heutige Starkwindtag entwickelt sich zu einem Spitzenwindsurftag, wie wir ihn lieben. Ein kräftiger Westwind weht den ganzen Tag mit 5 bis 7 Beaufort über den "Schaproder Bodden" und beschert uns Surfspass ohne Ende. Dazu scheint die Sonne. Was will man mehr? Die zeitliche Limite wird uns heute weniger durch den Wind, als durch unsere begrenzte Ausdauer gesetzt ;-) Volle 5 Stunden tummeln wir uns auf dem Wasser.
Foto des Tages: Sonnenuntergang auf dem Seehof
Windsurfen am Seehof, Rügen (D) (Donnerstag, 23.8.2012)Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 18 – 21 Grad / Wind: 5 – 6+ Bf. (WSW)
Windsurfen: Segel 6.0, 5.0 m2 / Brett 105, 95 L / Dauer 3,5 hHeue erleben wir quasi eine Zweitauflage des gestrigen Surftages, lediglich mit einer Windstärke weniger. Bei 5 bis 6 Beauforts greifen wir zu unseren 6.0 bzw. 5.0 m2 Segeln, die optimal zu den 95 bzw. 105 Liter Brettern passen. Nach dreieinhalb Stunden Surfspass reicht die Zeit sogar noch für einen Ausflug nach "Schaprode" zu KK. Treue Leser/Innen wissen bestimmt, was wir mit KK meinen ;-)
Foto des Tages: Unser Wasserstand-Messstein zeigt heute überaus wenig Wasser im "Schaproder Bodden" an. Idealerweise sollte dieser unter dem Wasserspiegel liegen.
Camping am Seehof, Rügen (D) (Freitag, 24.8.2012)Wetter: bewölkt, Regen bis sonnig / Temp.: 16 – 19 Grad / Wind: 1 – 2 Bf. (W-S-N)
Windsurfen: Segel 7.2 m2 / Brett 123 L / Dauer 0 hWindflautentag = "recovery and recreation day" ;-) So einfach schaut unser Tagesprogramm heute aus. Gelegentlich tröpfelt es zwar leicht, so dass wir auf unserer Rückfahrt von "Bergen" doch noch die Regenschütze hervor kramen müssen. Auf dem "Seehof" blinzelt dann aber bereits wieder die Sonne durch die Wolkenlücken.
Foto des Tages: Flaute auf dem Seehof (das Foto stammt nicht von heute ;-)
Ausflug zum Kliewe-Bauerhof, Rügen (D) (Samstag, 25.8.2012)Wetter: regnerisch, bewölkt, schön / Temp.: 15 – 22 Grad / Wind: 2 – 3 Bf. (S)
Windsurfen: Segel 7.2 m2 / Brett 123 L / Dauer 0 hNach dem regnerischen Vormittag unternehmen wir am sonnigen Nachmittag nochmals einen Ausflug zum "Kliewe-Bauernhof". Vor allem am Wochenende ist dort viel Betrieb, da zusätzlich zu den Feriengästen die einheimischen Familien mit ihren Kindern dort gerne einen Besuch abstatten. Auch wir schauen uns ein wenig bei den vielen Tieren auf dem Erlebnis-Bauernhof um.


Gegenüber den Nutztieren auf einem normalen Bauernhof hebt sich der Streichelzoo mit weiteren neugierigen Vierfüsslern ab.





Bevor wir den Rückweg antreten, schauen wir uns im Hofladen um. Hier gibt es immer etwas Nützliches für den Gaumen zu kaufen. Auch die leckeren Kuchen sind nicht zu verachten ;-)
Windsurfen am Seehof, Rügen (D) (Sonntag, 26.8.2012)Wetter: schön, Regenschauer / Temp.: 18 – 21 Grad / Wind: 4 – 5 Bf. (SW)
Windsurfen: Segel 5.5 m2 / Brett 115 L / Dauer 2,0 hDie für heute prognostizierte Maximaltemperatur von 20 Grad erreichen wir bereits um neun Uhr ;-) Dazu weht ein Südwestwind mit 4 bis 5 Beauforts über die Bucht. Leider kann ich den tollen Wind wegen einer Infektion an der grossen Zehe nicht ausnützen. Ich musste mich deswegen sogar in medizinische Behandlung begeben. Andererseits kann ich so Anita mal beim Surfen fotografieren. Alles hat eben sein Vor- und Nachteile ;-)

Bei dem gleichmässigen Wind gelingen die Halsen auf dem Flachwasser mühelos.



Dieter macht sich mit seinem über 30 Jahre alten Brett und Segel ebenfalls bereit.

Bei diesen Windverhältnissen ist er mit seinem "Oldtimer" optimal unterwegs und überholt damit manchen "Hightech-Surfer".



"Speedy-Heinz", mein Namensvetter, ist ebenfalls am Gleiten.



Trotzdem wird er hier eben von Anita überholt ;-)

Zurzeit haben sich auf dem Caravan Stellplatz einige weitere Surfer und Segler niedergelassen, so dass wir nicht mehr ganz alleine unterwegs sind.


Nichtsdestotrotz macht das Windsurfen in der idyllischen Umgebung des "Seehof" ungeheuren Spass.




Gegen Mittag verliert der Wind an Stärke, so dass einer gemütlichen Mittagspause nichts im Wege steht.
Eben als wir nachmittags für "KK" mit unseren Fahrrädern zur Imbissecke beim Bauernhof im nahen "Poggenhof" aufbrechen wollen, frischt der Wind wieder auf. Männiglich wassert wieder sein Surfbrett und auch Anita stürzt sich nochmals in den Surfanzug.


Der Wind ist allerdings nur von kurzer Dauer und nimmt jäh wieder ab, als ein dunkles Wolkenband Kurs auf den Seehof nimmt, so dass die meisten Surfer bald einmal wieder das Ufer ansteuern.
Windsurfen am Seehof, Rügen (D) (Montag, 27.8.2012)Wetter: schön, bewölkt / Temp.: 15 – 19 Grad / Wind: 5 – 6 (7) Bf. (WNW)
Windsurfen: Segel 4.7 m2 / Brett 95 L / Dauer 2 hWährend der Nacht wird unser "Elchi" von 7-Beauforts-Windböen durchgeschüttelt. Am Vormittag bläst der Starkwind noch mit ca. 6 Bf. über den "Schaproder Bodden", was zum Windsurfen eigentlich super wäre. Doch die relativ verhaltenen Temperaturen halten zunächst viele vom Surfen ab. Wie es aussieht, wird das Thermometer heute unter der 20 Gradmarke verharren. So wassern die meisten Surfer erst am späteren Vormittag ihre Bretter. Dann aber geht die Post ab. Bei dem Idealwind von 6 Bf. macht Windsurfen wirklich Spass.



Auch Anita ist heute schnell unterwegs.



Anita (hinten) auf Überholspur ;-)

Am Nachmittag nimmt der Wind vorübergehend auf 4 bis 5 Bf. ab, eine gute Gelegenheit für eine Mittagspause. Am Nachmittag wird der Wind relativ unbeständig, ein andauerndes Auf und Ab zwischen 3 und 5 Beauforts. Anita findet, dass sie für heute genug gesurft hat, und so unternehmen wir eine kurze Spritzfahrt ins nahe "Schaprode".
Ausflug nach Bergen, Rügen (D) (Dienstag, 28.8.2012)Wetter: schön bis leichte Regenschauer / Temp.: 14 – 22 Grad / Wind: 1 – 4 Bf. (S)
Windsurfen: Segel 5.5 m2 / Brett 115 L / Dauer 0 hSüdwind mit 3 bis 4 Beauforts ist Anita zu wenig, und so unternehmen wir mit unserem Roller einen Ausflug nach "Bergen", dem Hauptort von Rügen. Üblicherweise fahren wir zum Einkaufen dorthin, was wir heute nebenbei erledigen:-)

Wir sehen uns vor allem die Innenstadt mal näher an, die durchaus historischen Charakter hat. Auf dem zentral gelegenen Marktplatz findet heute, wie könnte es anders sein, ein kleiner Markt statt ;-)


Das sogenannte "Benedix-Haus", ein Fachwerkbau am Marktplatz, stammt aus dem Jahre 1630, obwohl auf der Fassade der Schriftzug "Erbaut nach dem grossen Stadtbrand von MDXXXVIII" (Jahr 1538) zu lesen ist. Es gilt als das älteste Wohnhaus auf Rügen.


Ein weiteres markantes Gebäude am Markt ist das 1891 errichtete Postgebäude.

Die ganze Innenstadt ist mit einer teilweise äusserst groben Kopfsteinbepflasterung versehen, welche für Zweiradfahrzeuge, vor allem bei nassem Wetter, eine echte Herausforderung darstellt. Selbst als Fussgänger muss man aufpassen, nicht über die unebene Holperpiste zu stolpern.

Leider machen wir auch auf diesen relativ rutschigen Kopfsteinpflasterstrassen wieder Bekanntschaft mit einem aggressiv fahrenden "Rügener", der, als ich die Strasse überquere, einen provokativen Vollstopp hinlegt (obwohl die Sichtverhältnisse an dieser Stelle absolut unproblematisch sind) und nur einen halben Meter von meinen Füssen entfernt zum Stehen kommt. Anschliessend drückt er kräftig auf die Hupe und setzt mit Vollgas und quietschenden Reifen seine Fahrt fort, nicht ohne mir noch einen bösen Blick zuzuwerfen.
Warum dieser noch junge Fahrer eine solche Rücksichtslosigkeit an den Tag legt, ist uns schleierhaft. "Bergen" ist schliesslich eine touristische Stadt mit vielen Fussgängern auf den Plätzen, Gehwegen und Strassen, die nicht nur den Autofahrern vorbehalten sind. Darüber hinaus ist der ganze Stadtkern als 30-er Zone ausgeschildert, und es gibt kaum markierte Fussgängerübergänge, so dass man jederzeit mit querenden Fussgängern rechnen muss. Dieser Vorfall bestätigt bedauerlicherweise die bereits geschilderten Negativ-Erfahrungen mit Rügens Autofahrern, die oftmals auf den gefährlichen Alleenstrassen mit stark überhöhter Geschwindigkeit überholen.
An gemütlichen Ecken und Lokalen, die zum Verweilen einladen, herrscht kein Mangel.

Das "Romantik & Konditorei Restaurant" an der Bahnhofstrasse mit seinem anheimelnden Innenhof ist nur eines von vielen.

Ein Lokal mit Stil ist das markante "Tüffelhus", welches sich an der Kreuzung Bahnhofstrasse, Dammstrasse und Marktstrasse befindet.


Die Liegenschaft ist aussen, wie innen, ein Bijou.


Zusammengebaut mit dem Kaffeehaus (mit Konditorei und Confiserie) bieten sie unter anderem köstliches hausgemachtes Eis und viele Kaffeespezialitäten an. Unser Favorit ist der "Alte Schwede", eine besonders leckere Komposition von Vanilleeis, Apfelmus mit Eierlikör und Sahne, nicht nur für Feinschmecker ein Hochgenuss ;-)
Die im backsteingotischen Stil erbaute "St. Marien-Kirche" im Zentrum der Stadt hat ihre Ursprünge im 12. Jahrhundert und enthält deshalb auch romanische Stilmerkmale. Leider darf man Fotos des prachtvollen von barocken Ausschmückungen geprägten Innenraums, wie beispielsweise die kunstvoll verzierte Kanzel oder den Altar, nur für private Zwecke verwenden und nicht im Internet veröffentlichen. So beschränken wir uns auf zwei Aussenaufnahmen.


Auf der Rückfahrt regnet es zu unserem Erstaunen ab und zu leicht. Eigentlich war für heute schönes Wetter vorhergesagt. Tja, wie man sich irren kann ;-) Der Nachmittag gehört wieder dem Sonnenschein, so dass wir immerhin 22 Grad Lufttemperatur erreichen.
Ausflug nach Stralsund (D) (Mittwoch, 29.8.2012)Wetter: sehr schön / Temp.: 18 – 23 Grad / Wind: 1 – 2 Bf. (W-N-O)
Windsurfen: Segel 5.5 m2 / Brett 115 L / Dauer 0 hObwohl wir in den vergangenen Jahren schon etliche Male in "Stralsund" gewesen sind, zieht uns diese attraktive Hansestadt mit ihrer speziellen Lage und der heimeligen Altstadt immer wieder in ihren Bann. Zudem haben wir dort einige Besorgungen zu erledigen.
Heute beginnt der Herbst, zumindest hier auf "Rügen". Über den Feldern und dem "Schaproder Bodden" dringt die bereits schwächende Morgensonne nur noch mühsam durch den sich nur allmählich auflösenden Bodennebel. Nichtsdestotrotz liegt ein wunderschöner milder Herbsttag mit 23 Grad Höchsttemperatur vor uns.


Bevor wir über die elegante Stralsund-Brücke die Insel Rügen verlassen, machen wir einen kurzen Abstecher nach "Altefähr", einem kleinen Dorf vis-à-vis von "Stralsund".

Der Blick auf die Innenstadt wird heute allerdings etwas von der herbstlichen Stimmung getrübt. Eine Nachbearbeitung mit dem Fotobearbeitungsprogramm bringt doch noch etwas mehr Kontrast ins Panorama.


Auch die nahe Stralsund-Brücke verschwindet beinahe im herbstlichen Dunst.

Eine Schulklasse wird am Strand gerade in den Windsurfsport eingeführt. Lebhafte Erinnerungen werden in uns wach, als wir selbst vor mehr als 32 Jahren in dieser spannenden Beginnerphase steckten und bei 1 bis 2 Beauforts Wind schon richtig glücklich waren ;-)


Auf unserem Rundgang durch "Stralsund" konzentrieren wir uns diesmal auf die versteckten Kostbarkeiten der Altstadt. Die alte Stadtmauer, die auf der Westseite grösstenteils noch erhalten geblieben ist, enthält noch zwei intakte Stadttore.

Das "Kniepertor" im Nordwesten der Mauer bildet mit dem anschliessenden Fachwerkbau eine, der zahlreichen malerischen Ecken der Altstadt.

Das zweite noch erhaltene "Kütertor" wird gerade restauriert und ist zurzeit weniger photogen.

Vom daran anschliessenden "Knieperteich" aus sehen wir die "St. Marienkirche" mal von einer ungewohnten Seite.

Auf die Backsteingotikbauten treffen wir auf Schritt und Tritt. Auch das "Hansa Gymnasium", ausserhalb der Stadtmauer, ist in diesem adretten Stil erbaut.


Quasi in die Stadtmauer integriert ist das "Franziskaner Kloster St. Johannis" aus dem Jahre 1254 mit den bezaubernden, farbigen Fachwerkhauszeilen.



In der "Fährstrasse" fühlen wir uns für einen Augenblick nach Schweden versetzt. Diese beiden Häuser aus dem 18. Jahrhundert stammen aus der Zeit, als die Schweden in "Stralsund" waren und vermitteln einen Hauch von "Stockholm".

Und auch dieses markante Doppelhaus stammt aus der Schwedenzeit.

Dieses anmutige Haus steht an der "Badenstrasse" und enthält die typischen gotischen Staffelgiebel des 15. Jahrhunderts.

Die Tische des im "Rathaus" integrierten Restaurants mit der extravaganten Bestuhlung stehen heute Mittag ausnahmsweise gänzlich leer. Ein Glück für mich, denn Fotos mit unbefragten Personen sind für die Veröffentlichung im Internet heutzutage nicht unbedenklich ;-)

Für uns wird es Zeit mal etwas Essbares zwischen die Zähne zu bekommen. Wir halten uns an das uns bereits bekannte Restaurant "Bodega de Luca" am "Alten Markt". Die spanischen "Tapas" sind besonders zu empfehlen.
Fotos des Tages: Vor Freude strahlende Gisela mit ihrem neuen Surfbrett