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Samstag, 4. Februar 2012

Reise von Melbourne nach Canberra III (mit Campervan)

Bairnsdale – Great Alpine Road – Bright (VIC) (Samstag, 4.2.2012)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 32 Grad

Eine Fahrt über die "Great Alpine Road" ist zu vergleichen mit einer Voralpenstrasse bei uns in der Schweiz, denn richtig hohe Berge gibt es in dieser Region nicht. Die Vegetation ist hingegen total unterschiedlich.

Das Wetter soll gemäss Meteorologen heute noch sehr schön sein. Erst Morgen Sonntag wird eine kurze Störung erwartet. Wir nutzen den wunderschönen Tag und fahren heute bis nach "Bright". Gleich hinter "Bairnsdale" beginnt die Strasse bereits anzusteigen. Wir haben immerhin 1800 Höhenmeter zu überwinden.

Wir brauchen nicht lange zu warten bis wir auch hier zu unserer Freude auf unseren prachtvollen Lieblingsbaum treffen ;-)



Bis vor zwei Jahren herrschte in dieser Region, wie in ganz "Victoria", zwölf Jahre lange Dürreperiode. Deshalb kam es 2009 auch zu den verheerenden Buschfeuern. Diese Trockenheit scheint nun überstanden.



In dieser Gegend treffen wir vor allem den "Cockadoo", welcher mit dem gelben Häubchen richtiggehend fidel ausschaut.





Man kann die Welt auch aus anderer Perspektive anschauen :-)

Noch säumen die uns bekannten Eukalyptusbäume die Strasse.





Wir folgen grösstenteils dem "Tambo River" bis zu seiner Quelle.





Die Strasse windet sich bis über 1000 Meter hoch. Die Landschaft verändert allmählich ihr Gesicht.



Kurz bevor wir über einen Pass ins tiefer gelegene "Omeo" hinunterfahren, lassen wir unsere Blicke bei einem "Lookout" über die faszinierende Hügellandschaft schweifen.



In der Nähe steht ein sogenannte "Cattleman's Hut", eine Schutzhütte der Viehhirten, die in den Sommermonaten das Vieh hier oben in den Alpen hüten. Diese sind vergleichbar mit unseren Alphütten in der Schweiz; nur sind sie hier nicht so hübsch und heimelig wie bei uns zuhause ;-)



"Omeo" ist ein nettes Dorf auf 700 m Höhe über Meeresspiegel, kurz bevor die "Great Alpine Road" richtiggehend anzusteigen beginnt. Von hier aus führen mittlerweile zwei Alpenstrassen durch den Nationalpark. Wir halten uns an die alte "Great Alpine Road" Strecke, welche über das bekannte Wintersportgebiet "Hotham" führt. Dies ist übrigens auch die höchste geteerte Strasse Australiens.

Im kleinen, aber hübschen Dorf "Omeo" machen wir einen "Znüni-Halt". Einen guten "Cappuccino" in gemütlicher Umgebung gibt es im zentral gelegenen Café "Twinkles".



Der Besitzer gibt sich nicht nur beim Ausschmücken seines Hauses Mühe, sondern auch bei der Zubereitung des Cappuccino.



Sehenswert ist ausser dem Wasserrad mit dem dahinter liegenden "Court House", vor allem das schmucke "Cuckoo Clock's House".



Für Romantiker ist der Besuch dieses Kleinods am Dorfausgang ein absolutes Muss.



Eine alte Dame empfängt uns freudestrahlend und erklärt uns ausführlich, was sie in ihrem Shop alles anbietet.





Die Kuckucks-Uhren seien original aus Bayern importiert und fänden hier in Australien reissenden Absatz, erklärt sie uns begeistert.





Bei einem "Lookout-Stop" auf über 1000 Metern über Meer, können wir in der Ferne den höchsten Berg Australiens, den 2228 Meter hohen "Mt Kosciuszko" gerade noch erkennen (siehe roter Pfeil).





Auf dem "Dinner Plain Plateau" gibt es sogar einen kleinen Flugplatz. Im Wintersportdorf "Dinner Plain" machen wir einen kurzen Fotostopp. Die Architektur ist beispielhaft. Die meisten Gebäude sind in ansprechender Holzbauweise erstellt und der bewaldeten Umgebung optimal angepasst.





Wir sind begeistert von diesem fantasievollen und ästhetisch vorbildlichen Baustil.





Haben wir nicht schon einmal von der mut-, fantasie- und farblosen Architektur in der Schweiz geschrieben?



Die "Snow Gums", wie diese an Schnee gewohnte Art der Eukalyptusbäume heissen, tragen die Blätter auch zur Winterzeit.

Wir sind nur noch wenige Hundert Höhenmeter von der Passhöhe entfernt. Das Waldgebiet wechselt urplötzlich sein Gesicht und ist durchzogen mit toten Bäumen.



Wie wir später im Touristenbüro erfahren, war das Gebiet in den Jahren 2003 und 2006 von schweren Buschbränden betroffen gewesen. Die nackten Bäume geben der Landschaft ein gespenstisches Aussehen.





Man sieht, dass auch die Natur nach solchen Feuersbrünsten Jahrzehnte benötigt, bis die Landschaft wieder ihr ursprüngliches Aussehen erlangt hat. Die Blumen schaffen das in relativ kurzer Zeit, die Bäume hingegen nicht.

Ein paar Kilometern weiter fahren wir mitten durchs Skigebiet von "Mt Hotham".



Das Wintersportgebiet ist überraschend gross, lässt sich aber von den Pistenlängen her nicht mit denen in den europäischen Alpen vergleichen. So schaut das Panorama im Winter aus.

In diesem Skigebiet gibt es immerhin 14 Lifte.

In der Sommerzeit herrscht hier natürlich "tote Hose".

Die Aussicht auf die umliegenden bewaldeten Berge ist jedoch auch jetzt eindrücklich.

Kurz vor der Passhöhe befindet sich das Wasserreservoir mit einem umwerfenden Rundblick auf die Bergwelt.



Dann endlich erreichen wir den auf 1825 m.ü.M. liegenden höchsten Punkt der "Great Alpine Road". Ein Foto mit Bergblumen bietet sich an ;-)

Anschliessend geht's steil (mit bis ca. 20% Gefälle) und überaus kurvenreich auf der anderen Seite wieder hinunter. Ohne Schneeketten fährt da im Winter niemand. Diese sind hier auch für 4WD-Fahrzeuge obligatorisch, wie wir von Einheimischen vernehmen.

Der Wald bietet auf der Rückseite des Gebirges das gleich traurige Bild, wie auf der Vorderseite. Daran vermögen auch die hübschen Blumen am Wegesrand nichts zu ändern.

Im Weiler "Harrietville" in einem hübschen Lokal genehmigen wir uns den "Zvieri-Café" ;-)

Als wir gegen vier Uhr in "Bright" einfahren, messen wir 32 Grad Celsius. Wir steuern erstmal den Campingplatz "BIG4 Bright" an. Dieser direkt am "Ovens River" gelegene Platz entspricht mit seiner zentralen Lage und den hervorragenden Einrichtungen unseren Vorstellungen.

Wir erhalten eine wunderschöne, schattige Parzelle gleich neben dem Sanitärgebäude.

Ein Gratis-WLAN ist ebenfalls vorhanden. Wir sind schnell eingerichtet und brechen gleich zu einem Spaziergang durch das Dorf auf.

Das öffentliche Schwimmbad liegt an der Flusseinmündung des "Morse's Creek" in den "Ovens River" und ist wegen der herrschenden Hitze gut besucht.



Die Anlage ist mit zwei Rutschbahnen, Plantschbecken und Spielanlagen für Jung und Alt sehr attraktiv.





Aber auch sonst hat das Dorf einiges zu bieten. In den zwei Haupteinkaufsstrassen gibt es jede Menge Shops und Boutiquen zum Bummeln.

Bei den vielen Restaurants und Café entscheiden wir uns spontan für den "Thai", obwohl der "Italiener" um die Ecke oder eines der Gartenrestaurants ebenfalls einen guten Eindruck machen.



Das Dorf besitzt selbstverständlich eine Kirche sowie einen Dorfplatz mit Kriegsdenkmal, wie in den meisten Ortschaften Australiens.



Wir waren schon lange nicht mehr thailändisch Essen. Das "Suganya's" sieht von aussen unscheinbar aus.

Als wir am Abend beizeiten im Lokal eintreffen, sind wir erstaunt, wie voll es bereits ausschaut. Wir haben Glück, dass wir noch einen Zweiertisch erhalten, denn ansonsten ist das Restaurant voll belegt, "full house" sozusagen :-) Der Grund dafür wir uns bald klar. Die Preis/Leistung stimmt absolut, die Bedienung ist freundlich und aufmerksam und das Essen schmeckt ausgezeichnet. Tja, so einfach ist das ;-)

Bright (VIC) (Sonntag, 5.2.2012)
Wetter: sehr schön bis bewölkt, heiss / Temp.: 34 Grad

In "Bright" gefällt es uns ausserordentlich gut. Die Ortschaft, in einem offenen bewaldeten Bergtal eingebettet, verfügt über eine gute Infrastruktur. Auch der idyllische Campingplatz mitten in "Bright" liegt für einen Spaziergang optimal. Gleich hinter dem Campingplatz fliesst das gluckernde Flüsschen vorbei. Um uns überall Vögel, die uns vor allem am Morgen und Abend mit ihrem Gesang beglücken. "Magpie" und der "Kookaburra" sind selbstverständlich auch dabei.

Der prächtige Südhimmel mit seinen Milliarden von Sternen wird hier auf dem Lande nicht durch den hellen Lampenschein einer Stadt getrübt. Das "Kreuz des Südens" können wir ungestört beobachten. Es ist das kleinste, aber ein sehr auffälliges und bekanntes Sternbild. Die vier hellsten Sterne bilden ein markantes Kreuz am Himmel. Es liegt inmitten des hellen Bandes der Milchstrasse, welche auf der südlichen Hemisphäre wesentlich dichter mit Sternen bepackt ist, als auf der nördlichen Seite der Erdhalbkugel. Die Bewohner der Südhalbkugel sehen in dem Sternbild ein Symbol ihrer gemeinsamen Identität. "Australien", "Papua Neuguinea" und "Brasilien" haben das Kreuz des Südens deshalb in ihre Nationalflaggen aufgenommen.

So ruhig wie hier war es in der Nacht bisher selten. Zudem hat es angenehm abgekühlt (auf ca. 18 Grad), so dass wir sehr gut geschlafen haben. Mit einem Wort gesagt: Wir fühlen uns pudelwohl und bleiben noch einen Tag hier :-)

Vom prognostizierten schlechten Wetter ist heute Morgen weit und breit nichts zu sehen. Der Tag empfängt uns mit strahlend blauen Himmel und purem Sonnenschein, so dass wir unser Frühstück im Freien geniessen.

Anita hat schon lange nach einem grösseren Australien-Hut Ausschau gehalten. Nun hat sie in einem "Outdoor-Shop" endlich das Richtige gefunden. Sie strahlt über beide Ohren.

Gegen Abend lässt ein viertelstündiges Sommergewitter die Temperatur innert kurzer Zeit von 34 auf nur noch 22 Grad absinken. So gönnen wir uns heute Abend wieder mal eine Pizza. Das "Sole é Luna", welches uns schon gestern positiv aufgefallen ist, hat heute Sonntag leider geschlossen. So nehmen wir eben mit dem "il centro Pizza house" Vorlieb. Die Pizza ist zwar in Ordnung, aber das Ambiente und der Service sind eher dürftig, nahezu das Gegenteil, was wir gestern beim Thai erlebt haben.

Erste Erfahrungen mit dem USB-Mobile-Stick von "Vodafone"
Nachdem wir bereits einen Monat lang im Süden Australiens unterwegs sind, können wir ein erstes Résumé wagen. Das "Vodafone" Mobilnetz scheint nur in grösseren Ortschaften und Städten realisiert zu sein. Oftmals hatten wir auf dem Land keinen Empfang oder nur ein langsames GPRS/EDGE-Netz zur Verfügung. Dank "WiFi" auf den Campingplätzen konnten wir uns einigermassen über Wasser halten.

Oftmals haben wir festgestellt, dass die Mobilnetze der Mitbewerber "Telstra" und "Optus" selbst in kleineren Ortschaften zur Verfügung standen, während wir mit unserem Vodafone-Stick kein Signal empfangen konnten. Vor allem "Telstra" hat hier die Nase vorne. "Optus" schneidet bei der Netzabdeckung etwas besser ab, als "Vodafone". Die schnellen 3G+-Mobilnetze von "Vodafone" (UMTS- und HSDPA) sind offenbar nur in Städten vorhanden.

Warum trotzdem "Vodafone"?
Trotz der Mobilnetz-Vorbehalte bietet "Vodafone" ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Für nur AUS$ 49.00 erhält man einen schnellen USB-Mobile-Stick mit SIM-Card für 30 Tage Laufzeit mit 3 GB Datenvolumen. Besonders interessant ist die Möglichkeit, dass das übrig bleibende Datenvolumen am Ende der 30 Tage auf die nächsten Periode übernommen werden kann, so dass man keinen Verlust erleidet, wie beispielsweise in Europa. So kann man, wenn man viel Datenvolumen übrig hat, das einfachste Angebot für AUS$ 19.00 mit zusätzlichen 500 MB für weitere 30 Tage hinzu kaufen.

Wichtig dabei ist, dass das Aufladen (Recharge) kurz vor dem Ablauf des zuletzt gekauften Datenvolumens erfolgt. Ansonsten verfällt das übrig bleibende Datenvolumen. Wenn man innerhalb der letzten drei Tage vor dem Verfalldatum mit dem "Vodafone-Netz" verbunden ist, wird man sogar per SMS auf das Aufladen aufmerksam gemacht.

Bisheriges Fazit
Wenn jemand vorwiegend abseits von grösseren Agglomerationen unterwegs ist, sollte er, trotz der relativ hohen Preise auf "Telstra", die ehemalige Telekom Australiens, setzen. "Optus" hat vergleichbar günstige Angebote wie "Vodafone". Wahrscheinlich hätten wir uns für unsere Reise, die doch oft fernab von grösseren Städten verläuft, für "Optus" entschieden. Im Nachhinein ist man eben immer gescheiter ;-)

Bright – Beechworth – Wodonga (VIC) (Montag, 6.2.2012)
Wetter: sehr schön / Temp.: 26 Grad

Ein makelloser dunkelblauer Himmel wölbt sich über uns, als wir aufwachen. Der gestrige kurze, aber heftige Gewittersturm hat seine Spuren hinterlassen. Überall liegen abgerissene Zweige und Blätter auf der Erde. Wie wir aus der Zeitung erfahren, hat der Sturmwind über 100 km/h erreicht.

Wir satteln unsere Pferde und reiten los, was bedeutet, wir rollen das Stromkabel zusammen, schliessen alle Luken und Fenster, starten unser Navi und fahren los ;-) Weiter geht's auf der "Great Alpine Road" in Richtung Nordwesten. Die Stadt "Myrtlefort" und das Städtchen "Beechworth" liegen auf dem Weg. Das Tal weitet sich allmählich. Der "Ovens River" begleitet uns noch ein Stück weit.

Ein australisches Kuriosum: Diese Brücke ist gerade mal so breit, dass ein Auto drüber kommt, geschweige denn kreuzen könnte, ausgenommen es wären zwei Radfahrer :-)



Die "Swing-Bridge" bei "Myrtlefort" ist eine echte Hängebrücke, die hier den "Ovens River" überspannt.





Anita bringt sie leicht zum Schwingen.

Die Gegend ist auch bekannt für ihren Weinanbau.





Viehzucht ist, wie vielerorts in "Victoria", auch in dieser lieblichen Landschaft ein Thema.



Ein paar Kilometer hinter "Myrtlefort" zweigen wir in Richtung "Beechworth" ab. Die Strasse steigt allmählich an und wird zu einer richtiggehenden Passstrasse. Wir müssen die Ausläufer des "Mt Stanley" überqueren.

Die Eukalyptusbäume sind wieder unsere stetigen Begleiter. Die prachtvollen Baumstämme faszinieren uns immer wieder.



Zufälligerweise entdecken wir auf einem der Bäume zwei verspielte "Galahs" bei ihrem morgendlichen Schwatz.



Wir könnten diesen munteren Gesellen stundenlang zuschauen ;-)



Die alte 1852 gegründete Goldgräberstadt "Beechworth" liegt am berühmten "Indigo Gold Trail". Die schmucke Ortschaft hat viele seiner alten Gebäude aus der Gründerzeit erhalten können.



Einmal mehr ist das Postgebäude eines der Schönsten am Platz. Es ist aber auch eines der Ältesten.

Die im viktorianischen Stil erbauten Häuser versetzen einen buchstäblich ins vorletzte Jahrhundert, als hier der Goldrausch mit all seinen negativen Begleiterscheinungen grassierte. Überfälle und Morde waren für die Bande von "Ned Kelly" Alltag. Im Jahre 1880 wurde dieser letztendlich in "Melbourne" gehängt.





Auch die vielen Schilder der Shops sind diesem malerischen Stil angepasst.



Ein Besuch bei der "Beechworth Bakery" ist nicht nur für Liebhaber von Süssigkeiten ein Muss.



Dieses super gemanagte Lokal (Bäckerei/Feinbäckerei/Café) bietet nebst einer grossen Auswahl an "Cakes" und "Pies" auch diverse europäische Brotsorten, Croissants etc. an.

Unser Hunger ist gar nicht so gross, dass wir alles ausprobieren könnten ;-) Wir entscheiden uns für ein französisches Croissant und einen "Apple Berry-Pie".

Etwas am Rande von "Beechworth" liegt der kleine "Lake Sambell", den wir uns auch noch kurz anschauen.





Wir sind von diesem bildhübschen Städtchen sehr angetan und können es jedem Romantiker wärmstens ans Herz legen.

Über die "Pilot Range" geht's weiter unserem Etappenziel "Wodonga" zu. Wir haben uns für den Aufenthalt wiederum einen "BIG4" Campingplatz ausgesucht, den "Borderland Holiday Park". Der Name "Boderland" deutet schon darauf hin, dass hier eine Grenze verlaufen muss. Die Stadt "Wodonga" liegt direkt am "Murray River", welcher hier die Grenze zum Bundesstaat "New South Wales" bildet. Auf der anderen Seite des Flusses liegt die Stadt "Albury", die wir morgen anschauen wollen.

Der Campingplatz am Rand von "Wodonga" bietet den gehobenen BIG4-Standard. Wir erhalten eine schöne Parzelle mit Sonnenschutz (Baum) in der Nähe von Sanitäranlagen und Küche. WLAN ist zwar vorhanden, jedoch kostenpflichtig. Aber wir haben ja noch unseren "Vodafone-Stick", der hier problemlos funktioniert :-)

Wir fahren diesmal mit unserem Campervan in ca. 3 Kilometer entfernte Stadtmitte, denn wir haben noch einige Einkäufe zu erledigen. Die Haupteinkaufsstrasse von "Wodonga" ist vergleichsweise mickrig. Immerhin sind die Supermärkte "Coles" und "Safeway" vorhanden. Ansonsten hat die Stadt wenig zu bieten.




Die Wirtschaft in Australien boomt
Wie in der Zeitung zu lesen ist, boomt die Wirtschaft in Australien ungehemmt. Dies mag auch einer der Gründe für die ausserordentliche Teuerung in diesem Land sein. Ein Hauptgrund dafür sind nicht zuletzt die riesigen Ressourcen an Bodenschätzen auf diesem Kontinent. Kürzlich wurden offenbar 33 weitere riesige Kohlenvorkommen in "Queensland" entdeckt, die gefördert werden sollen.

"Der grösste Teil der Kohle Australiens wird nach China exportiert", erklärt uns der Rezeptionist auf dem Campingplatz. Dutzende von Frachtern verlassen jeden Tag Australien in Richtung China. Von der Minimierung des CO2-Ausstosses hat China offenbar noch nichts mitbekommen. Nur wir in Europa strampeln uns deswegen ab und haben das Gefühl, wir müssten die Welt retten. Ganz Europa entspricht aber lediglich etwa einem 20-igstel der Weltbevölkerung, sofern alle Länder in der EU bei diesen Bestrebungen tatsächlich mitmachen. Dies sei nur erwähnt, um mal die Relationen zu verdeutlichen. Nebenbei bemerkt: Ein grosser Teil der Artikel auf dem Markt stammen mittlerweile aus China ;-)

Wodonga (VIC) – Albury (NSW) (Dienstag, 7.2.2012)
Wetter: sehr schön / Temp.: 28 Grad

Übers Wetter können wir bisher überhaupt nicht klagen. Wir hatten in den vergangenen drei Wochen unserer Reise von "Adelaide" bis hierher insgesamt nur einen Regenschauer, als wir "Melbourne" verliessen und das kurze Gewitter von vorgestern Abend in "Bright". Auch der heutige Tag empfängt uns mit dem australisch-typischen dunkelblauen Himmel.



Doch die schönen, wolkenlosen Sommertage sind leider gezählt. Es scheint, dass der Monsunregen der Nordostküste dieses Jahr bis in den Süden herunter reicht. Seit wir "Townsville" vor drei Wochen verlassen haben, hat es dort und an der ganzen Ostküste andauernd geregnet. Der Regen will einfach nicht aufhören. Das ist für die Gegend zwischen "Brisbane" und "Sydney" und weiter südlich absolut ungewöhnlich.

In den nächsten Tagen werden wir uns am "Mt Kosciuszko" vorbei genau in diese Richtung bewegen. Die Wetterprognosen für diese Gegend sind leider alles andere als berauschend. Mal sehen wie es kommt...

Heute nehmen wir die Stadt "Albury" unter die Lupe. Meine Australien-Hose (Heinz) hat Risse gekriegt und sollte dringend ersetzt werden. In "Wodonga" haben wir leider keine entsprechende gefunden. Beim schmucken Bahnhof von "Albury" machen wir erstmal Halt.



Hier befindet sich auch das "Visitor Information Centre". Ein Gang dorthin lohnt sich immer, um sich über die Sehenswürdigkeiten in der Region zu informieren.

Das Stadtzentrum von "Albury" hat wesentlich mehr zu bieten, als das von "Wodonga". Entlang der "Dean Street", der Haupteinkaufsstrasse der Stadt und in den Seitenstrassen gibt es eine Unmenge von Shops, Boutiquen, Cafés und Restaurants. Auch ein paar "Shoppingcentres" sind darunter.



Gleich vier grosse Outdoor- und Camping-Geschäfte haben wir zur Auswahl, um neue "outdoor-pants" zu kaufen. Wir lieben es inzwischen in diesen Läden herum zu stöbern, auch wenn wir kaum etwas benötigen. Diesmal suchen wir ausnahmsweise etwas Konkretes. Alsbald werden wir beim "Adventure Gear Albury" fündig und können entlastet weiter bummeln ;-)

Generell lässt sich sagen, dass die Campingausrüstungen in Australien wesentlich stabiler und dauerhafter gefertigt sind, als in Europa. Allerdings schauen sie meist auch grobschlächtiger aus. Preislich liegen die Campingartikel eher etwas tiefer, als bei uns.

Diese luxuriöse Pub "The Blended Elbow" an der "Dean Street" legt wert auf Gemütlichkeit.



"Albury" verfügt über eine beachtliche Anzahl von wunderschönen, gut erhaltenen, alten Bauwerken.







Auch hier gehört das Postgebäude zu den Ältesten der Stadt.

Das Blau dieser Gebäudefassade geht nahtlos über ins Himmelblau.

"Amicus certus in re incerta" beutet frei aus dem Lateinischen übersetzt: "Wahre Freunde erkennst du in der Not".

Unseren heutigen Fitness-Trip machen wir auf den "Monument Hill", der in der Verlängerung der "Dean Street" auf der Westseite des Stadtzentrums liegt.



Eines der vielen Kriegsdenkmälern in Australien, die an die Tausenden von Opfern erinnern, die Australien vor allem im ersten und zweiten Weltkrieg erbracht hat. Die Zugehörigkeit zum "Commonwealth" verpflichtete dieses Land quasi, immer mitzumachen, wenn es dem Königreich gefiel, irgendwo auf der Welt Krieg zu führen, was die besondere Tragik dieser Toten ausmacht.

Vom Kriegsdenkmal aus haben wir eine tolle Aussicht auf die Innenstadt. Auf der Gegenseite kann man gerade noch die "The Harold Mair Bridge" erkennen.



Durch den wunderschön angelegten Stadtpark spazieren wir bis zum "Murray River", welcher sich in weiten Schlaufen um die Stadt schlängelt.





Dieser längste Fluss Australiens, der im Gebirge des "Mount Kosciuszko" entspringt, fliesst erst 2'500 km nach Südwesten bevor er sich südlich von "Adelaide" ins Meer ergiesst.



Zum Schluss unseres Spaziergangs durch das interessante "Albury" steigen wir zur Fussgängerbrücke "The Harold Mair Bridge" hoch, die unweit des Bahnhofs liegt.

Von hier aus geniessen wir die wunderschöne Aussicht auf die Stadt mit der zentralen "Dean Street". Im Hintergrund können wir jetzt unschwer den "Monument Hill" mit dem Denkmal ausmachen.

Nach einem Cappuccino, versteht sich, machen wir uns auf den Rückweg nach "Wodonga". Die meisten "BIG4" Campingplätze verfügen über einen gut gepflegten Swimmingpool.

Der Vollmond rückt den wunderschönen Sternenhimmel der südlichen Hemisphäre, zumindest in seiner Umgebung, etwas in den Hintergrund.

Übrigens, die Mondsicheln schauen hier, im Gegensatz zur nördlichen Hemisphäre, auf die umgekehrte Seite. Dies kann man jetzt bei Vollmond natürlich nicht sehen ;-)

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