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Montag, 28. Mai 2012

Aufenthalt im Gargano, Italien VIII (mit Elchi)

Windsurfen am Gargano (I) (Montag, 28.5.2012)
Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 17 - 24 Grad / Wind: 3 - 4 Bf. (N)
Aktuelle Windstatistik Gargano 2012 (Download PDF-Dokument)

Heute nutzen wir noch den Restwind der vergangen 21 Starkwindtage, seit der letzten 3-Tages-Flaute, der für zwei Stunden mit 3 bis 4 Beaufort über die Marien-Bucht weht. Nach langem ist wieder mal grosses Material angesagt. Unter unseren 6.0 bzw. 7.2 m2 Segeln und den 115 bzw. 123 Liter Brettern läuft da gar nichts. Viele Surfer sind heute mit zu kleinem Surfmaterial unterwegs und erleben nur Frust.

Die Windstatistik kann sich dieses Jahr durchaus sehen lassen. Wir sind in den 48 Tagen seit wir hier im Gargano sind immerhin an 32 Tagen gesurft, was einer Windausbeute von 66.7 % (= 2/3) entspricht. Diese liegt zwar immer noch hinter den 78.4 % des Rekordjahres 2011 zurück, ist aber für ein Mittelmeerrevier ohne reine Thermikverhältnisse schon beachtlich. Für die nächsten drei Tage bis zu unserer Abreise ist kein Starkwind mehr vorhergesagt. So riggen wir heute Nachmittag unsere kleineren Segel bereits ab.

Gerne folgen wir der Einladung von unseren Campingnachbarn Hedwig und Ernst zu Kaffee mit Erdbeerkuchen :-) Silvie, Margot und Fred sind ebenfalls eingeladen, und wir verbringen einen gemütlichen und unterhaltsamen Nachmittag.

Fotos des Tages: Schnee im Gargano? ;-)



Des Rätsels Lösung: Der Sturmwind vom 17.05.2012, der mit 7 bis 9 Bf. übers Meer fegte, hat in einem zerfurchten, felsigen Küstenbereich kurz vor der Bucht in "Molinella" zu einer starken Schaumentwicklung geführt. Der Schaum wurde vom Wind ins Landesinnere verfrachtet und hat dort für selten "winterliche" Verhältnisse gesorgt [Fotos von Uschi und Josef].


Windsurfen am Gargano (I) (Dienstag, 29.5.2012)
Wetter: sehr schön / Temp.: 15 - 25 Grad / Wind: 3 - 4 Bf. (NW - N)

Der wolkenlose Himmel heisst den 44. Schönwettertag, von 49 Tagen unseres bisherigen Gargano-Aufenthalts, willkommen :-) Am Vormittag packen wir alle Segel und Bretter, ausser den beiden grössten, zusammen, denn eigentlich ist für die nächsten Tage kein surfbarer Wind mehr prognostiziert.

Doch einmal mehr rechnen weder "Windguru" noch "Windfinder" nicht mit den besonderen Gegebenheiten des Gargano. Um halb zwölf Uhr, als wir mit unseren Rollern eben losfahren wollen, zeigt uns ein kurzer Blick zum Strand, dass sich beide geirrt haben. Es weht bereits ein Nordwind mit 3 bis 4 Bf. Wir setzen unseren Entschluss, heute nach "Vico del Gargano" hoch zu fahren trotzdem in die Tat um. Lothar begleitet uns.

Der Ginster ist nach wie vor am Blühen und die Patisserie und der Café in der "Gelateria Pasticceria Pizzicato" schmecken immer noch köstlich ;-)

Gegen zwei Uhr treffen wir bereits wieder auf dem Campingplatz ein. Der Wind hat im Moment offenbar etwas nachgelassen, so dass einige schon ihre Segel und Bretter zurücktragen.

Doch sie sollten sich täuschen. Als ich mit meinem 123 Liter Board und dem 7.2 m2 Segel starte, frischt der Wind wieder auf und erreicht komfortable 3 bis 4 Bf., manchmal auch etwas mehr.

Wer hätte nach den dürftigen Windprognosen gedacht, dass ich heute noch zwei Stunden echten Surfspass habe.

Den Abend verbringen wir ein letztes Mal im schönen "Vieste".



Wer die Wahl hat, hat die Qual. In "Vieste" gibt es unzählige Pizzerias, Gelaterias und Cafeterias, so dass uns die Entscheidung, wo wir uns niederlassen sollen, oftmals schwer fällt.







Unsere heutige Wahl fällt auf die Trattoria-Pizzeria-Bruschetteria "La Piazzetta". Die Pizza und Bruschetta schmecken vorzüglich und die Bedienung ist sehr freundlich. Um das Ambiente auf dem kleinen Platz vor dem "Padre Pio" Denkmal in vollen Zügen geniessen zu können, sollte man einen milden Abend ohne Wind aussuchen. Zurzeit sind die Abendtemperaturen noch nicht wirklich sommerlich.


Camping am Gargano (I) (Mittwoch, 30.5.2012)
Wetter: sehr schön / Temp.: 15 - 25 Grad / Wind: 1 - 2 Bf. (N - NO)

Endlich mal keinen Wind! Diese Worte von einem leidenschaftlichen Surfer zu hören, ist vielleicht überraschend. Man kann es sich kaum vorstellen, aber nach den vergangenen 22 (insgesamt 49) Tagen Surfwind, sehnt man sich buchstäblich nach einer Ruhepause, obwohl wir beide ohne Sportverletzungen davongekommen und eigentlich "fit for windsurfing" sind. Wir haben die Zeit im Gargano auch für andere Tätigkeit optimal genutzt. Trotzdem möchten wir wieder mal etwas anderes tun. Wir sind reif für den Aufbruch in Richtung Norden.

Am Vormittag tätigen wir in "Vieste" unsere letzten Einkäufe vor unserer Abreise. Zugleich nehmen wir von unserer geliebten Cafeteria "WHY NOT? Abschied ;-)

"Vieste" ist und bleibt unsere Lieblingsortschaft im wunderschönen Gargano. "Arrivederci Vieste"!

Am Nachmittag räumen wir unser restliches Surfzeugs zusammen und beladen unseren "Elchi". Bis auf die Fahrräder und den Roller sind wir gegen Abend eigentlich bereits fahrbereit. Natürlich nehmen wir uns dazwischen Zeit für einen Cappuccino auf der Terrasse der "Touring-Bar".



Heute ist in der Marien-Bucht tote Hose.

Es gibt nur Schwachwind für die Surfschule mit 1 bis 2 Bf. aus Nord bis Nordost.



Einzelne "SUP" sind ebenfalls unterwegs.

Wir wollen den Gargano nicht verlassen, ohne nochmals die hervorragende Pizza und das köstliche Profiterol des "Ristorante Mezzaluna" genossen zu haben. Wir schliessen uns einer stimmungsvollen Gruppe unseres Campingplatzes an. Mit dabei sind Silvie, Lothar, Margot und Fred, Hedwig und Ernst sowie Hans und Antonia. Das Lokal ist, wie immer, gerangelt voll. Zum Glück haben wir vorab reserviert.



Selbst auf der Terrasse herrscht heute Hochbetrieb, obwohl die Temperaturen dafür noch nicht allzu komfortabel sind. Gleichwohl ist der Service vorbildlich. Alleine der Geräuschpegel liegt heute Abend infolge der zahlreichen Gäste etwas hoch, so dass wir unsere Stimmbänder mehr als gewöhnlich strapazieren und die Ohren Spitzen müssen. Ein weiterer wundervoller Abend geht zu Ende :-)

Camping am Gargano (I) (Donnerstag, 31.5.2012)
Wetter: sehr schön / Temp.: 17 - 25 Grad / Wind: 1 - 2 Bf. (N)

Von den gut 7 Wochen unseres Gargano-Aufenthalts hatten wir nur an 7 Tagen etwas Regen. Dabei handelte es sich meist nur um kurze Regenschauer oder Regen während der Nacht. Nichtsdestotrotz hat nicht nur beim Surfwind, sondern auch beim Wetter und den Temperaturen der "Gargano-Urlaub 2011" die Nase vorn. Damals hatten wir während unseres beinahe 11-wöchigen Aufenthalts nur gerade 6 Tage mit Regen. So oder so können wir uns über den Surfwind und das Wetter im Gargano nicht beklagen.

Da wir nur noch wenige Einpackarbeiten vor uns haben, unternehmen wir am Vormittag eine Rollerfahrt nach "Peschici". Zum Radfahren ist es uns bereits zu warm. Silvie und Lothar begleiten uns. Die Altstadt von "Peschici" kennen wir zur Genüge. Dennoch gibt es immer wieder ein paar lauschige Eckchen zu entdecken.







Die unscheinbare "Chiesa del Purgatorio" haben wir bisher übersehen.

Die zahlreichen Boutiquen geben sich alle erdenkliche Mühe, die Touristen in ihre Shops zu locken.



Ob diese sogenannten "Sorgenaustreiber" wirklich die Sorgen vertreiben? Wir haben es noch nie ausprobiert ;-) Ein Leben ohne Sorgen dürfte wohl auch ziemlich langweilig sein. Sorgen gehören zum Menschen, wie Freude, Trauer und andere Emotionen.

Zum Abschluss des kurzen Ausflugs geniessen wir unsern Cappuccino mit Brioche in unserer favorisierten Cafeteria gleich neben dem Altstadttor.

Dazu gehört im Hintergarten ein romantisches Gartenrestaurant, welches jedoch nur am Abend geöffnet hat.

Im Gargano stehen wir zurzeit mitten in der Blumenpracht, zu schade eigentlich, dass wir jetzt schon abreisen müssen ;-)

Am Nachmittag geniessen wir unseren Cappuccino ein letztes Mal in netter Gesellschaft auf der faszinierenden Aussichtsplattform des Trabucco vor "Peschici".





Obwohl uns die Bedienung in der "Pizzeria Umbramare" bisher nicht überzeugen konnte und auch schon viele Gäste unseres Campingplatzes den gleichen Eindruck hatten, wagen wir nochmals einen Besuch, denn die Pizza und Pasta schmecken trotz allem ausgezeichnet. Mit Hilfe von Antonio, dem Surfshopbesitzer, der dort Dauergast ist, haben wir versucht auf den unfreundlichen Service ein wenig Einfluss zu nehmen, da wir für eine formgewandte Beanstandung zu magere Italienischkenntnisse besitzen. Mal sehen ob's etwas gebracht hat ;-)

Ob es unsere Intervention war oder nicht, können wir nicht beurteilen, aber die Freundlichkeit des Bedienpersonals ist auffallend. Pizza, Pasta, Wein und Espresso schmecken hervorragend, so dass wir kaum etwas daran auszusetzen haben. Trotzdem stellen wir fest, dass das Lokal vergleichsweise schlecht besucht ist. Vielleicht hat die Unfreundlichkeit der vergangenen Wochen bereits ihre Spuren hinterlassen. Mund-zu-Mund-Propaganda hat eben einen gewichtigen positiven, aber auch negativen Einfluss.

Gargano (I) – Piodella (CH) (Freitag, 1.6.2012)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 17 - 33 Grad

Anstatt, wie ursprünglich geplant, auf dem Stellplatz "Fano" zu übernachten, legen wir die ca. 900 km bis in die Südschweiz in einer einzigen grossen Reiseetappe zurück. Unser Ziel ist es, den Samstagnachmittag zuhause voll ausnützen zu können, denn für den kommenden Sonntag und Montag ist leider wieder Regenwetter vorausgesagt.

Kurz nach sieben Uhr fahren wir durchs Tor des Campingplatzes. Via "Peschici", "San Menaio", "Rodi" erreichen wir nach eineinhalb Stunden die Autobahn. Der Verkehr hält sich bis "Ancona" in Grenzen, und wir kommen gut voran. Die Autobahn-Baustellenlandschaft zwischen "Ancona" und "Rimini" durchfahren wir ebenfalls ohne Behinderungen. Da der Himmel mit Cirren-Wolken überzogen ist, halten sich die Temperaturen mit ca. 24 Grad im angenehmen Rahmen. Erst in der Po-Ebene strebt das Thermometer zügig gegen die Dreissigradmarke und erreicht ab "Modena" die heutige Höchsttemperatur von 33 Grad Celsius.

Im Autobahnstadtring von "Milano" geraten wir zur "Rush hour" in stockenden Kolonnenverkehr. Dies ist auch kein Wunder, denn der nur dreispurig ausgebaute äussere Stadtring ist für diese Grossstadt reichlich knapp bemessen.

Bei "Lugano Süd" verlassen wir die Autobahn und steuern in "Piodella" am "Lago di Lugano" den TCS-Campingplatz an, wo wir schon letztes Jahr übernachtet haben. Eine geeignete Parzelle für unseren Kurzaufenthalt ist schnell gefunden, da der Campingplatz nur mässig belegt ist. Die Schulferienzeit beginnt in der Schweiz erst anfangs Juli. Auffallend: Im Tessin ist es abends wesentlich wärmer, als im Gargano, wahrscheinlich, weil hier der relativ kühle Meereswind fehlt. Bei lauen 27 Grad nehmen wir das Abendessen im Gartenrestaurant des Campingplatzes ein.

Endlich mal wieder eine ungestörte, ruhige Nacht ohne italienische "Animatione", wie es in den letzten Tagen, seit die "Pfingstler" eingetrudelt sind, üblich gewesen ist. In der Schweiz ist bereits um 22 Uhr Nachtruhe, und so schlafen wir göttlich ;-)

Piodella – St. Gallen (CH) (Freitag, 2.6.2012)
Wetter: sehr schön / Temp.: 17 - 23 Grad

Wir brechen am Morgen beizeiten auf. Nach einem kurzen Tankhalt (der Diesel ist in der Schweiz zurzeit wesentlich günstiger, als in Italien) fahren wir auf der A2/A13 zügig in Richtung Norden weiter.

Die gut ausgebaute Passstrasse schlängelt sich durch das "Valle Mesolcina" in weiten Kurven, über Brücken und durch Tunnels immer höher bis zum 6,6 km langen "San Bernadino Tunnel" auf 1608 m. ü. M.



Der Verkehr von Norden nach Süden ist heute um einiges dichter, als auf unserer Seite.

Gegen Mittag treffen wir bereits in St. Gallen ein. Geschafft! – Das Wetter auf der Alpennordseite ist für einmal ebenso schön und warm, wie auf der Südseite. Dies kommt unserem Vorhaben für die Abarbeitung unserer Pendenzenliste entgegen, denn wir sind schliesslich mit unserem Roller unterwegs und auf trockenes Wetter angewiesen.

Hier endet die Reiseberichterstattung unseres Gargano-Aufenthalts 2012. In einer Woche geht's weiter in Richtung Norden.

Bis demnächst…

Anita und Heinz
(the travelling webmasters)

Dienstag, 22. Mai 2012

Aufenthalt im Gargano, Italien VII (mit Elchi)

Windsurfen am Gargano (I) (Dienstag, 22.5.2012)
Wetter: bewölkt bis schön / Temp.: 17 - 20 Grad / Wind: 1 - 5 Bf. (W, N, O)
Aktuelle Windstatistik Gargano 2012 (Download PDF-Dokument)

Die Pfingsturlauber stehen vor der Tür. Alle Campingplätze, Restaurants und Café entlang des Strandes haben inzwischen nun geöffnet. Endlich ist auch die "Gelateria-Pasticceria-Bar Terrazza" mit ihren Umbauarbeiten fertig und die Cafeteria-Bar des "Centro Vacanze Touring" hat ihre Tore ebenfalls geöffnet.



Die Brioche der "Pasticceria" sind nicht nur des Besten, sondern auch die Grössten der Gegend. Allerdings muss man pro Stück der Sorte ohne Marmelade-, Crème- oder Schokoladenfüllung immerhin Euro 1,30 hinblättern, aber des lohnt sich :-)

Bereits am frühen Morgen können wir am Horizont die ersten Schaumkronen ausmachen. Leider kommt der herrschende Wind, der mit ca. 5 Bf. aus westlicher Richtung über die Marien-Bucht bläst, nur in Böen in der Bucht und am Strand an, so dass wieder mal die Materialfrage im Vordergrund steht. Was nehmen wir für ein Brett und Segel, damit wir aufs offene Meer gelangen, wo der tolle Wind weht?

Immerhin würde der Wind für das 6.0 m2 Segel und das 105 Liter Brett reichen. Ich überlasse das Surfen für heute den anderen, denn der Wind soll bald einmal drehen uns sich dabei gehörig abschwächen. Schliesslich bin ich die letzten Tage ausgiebig gesurft und muss noch das Reisetagebuch von gestern nachführen ;-)

Gegen Mittag kommen die Letzen ans Ufer zurück. Der Wind hat auf Norden gedreht und ist unter 3 Bf. gefallen. Für heute ist kein Surfwind mehr zu erwarten.



Am Nachmittag gibt's nur noch Wind für Kiter und Windsurfer mit übergrossen Segeln und Brettern.



Selbst mit einem 9.0 m2 grossen Segel kommt dieser Surfer nicht mehr ins Gleiten.



Unser erster Besuch bei der Cafeteria-Bar des "Centro Vacanze Touring" scheitert kläglich, weil die Dame hinter der Theke offenbar mit der Zubereitung eines Gerichtes für andere Gäste beschäftigt ist und für unseren Cappuccino keine Zeit übrig hat. So verlassen wir das Terrassen-Café nach einer angebrachten Wartezeit und wechseln eben zur "Gelateria-Pasticceria-Bar Terrazza". So einfach ist das ;-)

Der Strand ist heute Nachmittag von den Kites einer grösseren Schüler-Gruppe aus Ungarn, die kürzlich angereist ist, vollständig belegt. Der momentane Schwachwind reicht jedoch nicht mal dafür aus. Sie warten vergeblich auf Wind. Vielleicht klappt's morgen. Dann sind nämlich wieder 3 bis 5 Bf. aus Nordwesten angesagt.

Roberts Kite ist sozusagen eingekreist.

Eugen und ich unternehmen derweil eine Radtour entlang der Küstenstrasse. Wenn schon nicht mit Windsurfen, erhalten wir unsere Fitness wenigstens mit Radfahren aufrecht.

Camping am Gargano (I) (Mittwoch, 23.5.2012)
Wetter: sehr schön / Temp.: 15 - 22 Grad / Wind: 1 - 3 Bf. (NW - N)

Der für heute prognostizierte Wind trifft leider nicht ein. Mit lediglich 2 bis 3 Bf. aus Norden ist dieser zum Windsurfen zu grenzwertig. Es sind denn auch nur ein paar Kite-Anfänger der Ungarn-Gruppe am Strand, welche die Handhabung ihres Kites üben. Bereits sind wieder erste Händler aus Nordafrika unterwegs.



Lediglich ein paar SUP (Stand-up-Paddler) sind am Nachmittag noch auf dem Wasser.

Wir unternehmen am Nachmittag einen Strandspaziergang. Diesmal wenden wir uns dem nördlichen Teil der Bucht von "Santa Maria di Merino" zu. Vom Felsen am Ende der Bucht kann man den ca. drei Kilometer langen Sandstrand und auch das Trabucco auf der vorgelagerten Insel gut überblicken.



In unserer Bucht haben mittlerweile alle Campingplätze ihre Tore geöffnet. Der Campingplatz in der angrenzenden Bucht scheint hingegen noch geschlossen zu sein.

Am späteren Nachmittag satteln wir unseren Roller für eine Spritztour zur "Texas-Bar", wo wir uns mit ein paar anderen Gästen unseres Campingplatzes treffen.

"Last but not least" fahren wir zusammen mit Moni und Max zum "Ristorante Pizzeria Mezzaluna" und runden den schönen Tag mit einem delikaten Abendessen ab :-)

Foto des Tage: Kleines Kunstwerk aus Sand und Muscheln an unserem Strand


Windsurfen am Gargano (I) (Donnerstag, 24.5.2012)
Wetter: bewölkt bis sehr schön / Temp.: 18 - 25 Grad / Wind: 4 - 7 Bf. (W, NW)

Die 18 Grad Minimaltemperatur währen der vergangenen Nacht fühlen sich schon recht sommerlich an, zumindest für uns Ostschweizer. Die Tageshöchsttemperaturen im Gargano bleiben jedoch immer noch etwas hinter den übrigen Temperaturen in Europa zurück. So melden sogar Dänemark und Südschweden zurzeit Tageshöchsttemperaturen von 22 Grad, Griechenland 24 Grad, Südengland 25 Grad, Schweiz 25 Grad, Sardinien 26 Grad und Spanien gar 31 Grad. Wir liegen mit den für heute prognostizierten 23 Grad auffallend unter den Höchsttemperaturen der übrigen Mittelmeerländern, möglicherweise wegen der speziellen Lage des Gargano, vielleicht aber auch infolge des andauernd wehenden Windes ;-) Für heute sind wiederum 4 bis 6 Bf. Wind vorhergesagt.

Schon beim Joggen am Strand kämpfen wir gegen einen ca. 3 Beaufort starken Nordwestwind an. Die vielen Schaumkornen am Horizont lassen auf noch mehr Wind schliessen. Leider wird unsere Bucht infolge der zu westlichen Richtung nicht mit konstantem Wind bedient. Um halb elf Uhr entschliessen wir uns dessenungeachtet unsere Surfbretter zu wassern. Auf dem offenen Meer weht der Wind bereits mit 4 bis 5 Bf, so dass wir mit unseren 6.0 bzw. 5.5 m2 Segeln gut bepowert sind. Die Dünungswelle ist am Vormittag noch erstaunlich gleichmässig und erreicht eine Höhe von ca. einem Meter.

Nach einer Stunde legt der Wind um ein weitere Windstärke zu und erreicht nun 5 bis 6 Bf., Zeit für einen Segel- und Brettwechsel. Mit den 5.5 und 5.0 m2 Segeln geniessen wir die tollen Verhältnisse, jedoch nur auf dem offenen Meer.



In der Bucht herrschen unbeständige, ruppige Winde, die einem das Surferleben schwer machen. In Böen bläst der Wind oftmals mit 7 Bf., so dass wir die Segel abermals verkleinern müssen und nun mit den 5.0 bzw. 4.7 m2 Segeln unterwegs sind. Wegen der ungünstigen Windverhältnisse in der Bucht können wir leider keine kleineren, als unsere 105 bzw. 95 Liter Bretter fahren. Die ca. vier Stunden Windsurfen sind heute nicht das reine Vergnügen. Vor allem am Nachmittag artet es in Arbeit aus und manch einer kommt relativ frustriert ans Ufer zurück. Immerhin kann sich die Tageshöchsttemperatur mit 25 Grad Celsius für einmal sehen lassen, und für die nächsten vier Tage ist weiterhin Starkwind angesagt :-)

Foto des Tages: Unser Strand wird für die Plazierung der Sonnenschirme präpariert


Windsurfen am Gargano (I) (Freitag, 25.5.2012)
Wetter: sehr schön / Temp.: 20 - 25 Grad / Wind: 5 - 6 Bf. (NW)

Eine weitere Sommernacht mit 20 Grad liegt hinter uns. Einige Camper reisen heute ab, um dem Pfingstrummel zu entgehen. Wir halten noch eine Woche durch. Die "Pfingstler" (Sonne und Wind suchende Bayern und Baden-Württemberger) werden ab morgen Samstag in Massen anreisen.

Ironie des Schicksals: Ab Montag wird der Wind merklich nachlassen. Die Windprognosen von "Windguru" und "Windfinder" für die nächsten sieben Tage sind ernüchternd. Lediglich noch an zwei Tagen soll es überhaupt noch surfbaren Wind mit 3 bis 5 Beaufort geben. Dazu gehören der folgende Samstag und Sonntag. Aber erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt ;-) Wie unsere Windstatistik zeigt, haben die beiden Windpropheten in den vergangenen Wochen bei weitem nicht immer recht behalten. Meist lagen die vorhergesagten Windstärken hinter den Wirklichen zurück. Wir werden sehen…

Erstmal geniessen wir heute den 29. Windsurftag unseres Langzeiturlaubs im Gargano :-)

Der heutige ist sozusagen noch eine Steigerung des gestrigen Tages. Den ganzen Tag hindurch weht ein relativ konstanter Nordwestwind mit 5 bis 6 Bf. Die erste Stunde, ab etwa zehn Uhr ist, wie gewöhnlich, die beste, weil die Dünungswelle noch relativ gleichmässig daher kommt. Mit den 6.0 bzw. 5.5 m2 Segeln und den 95 bzw. 105 Liter Brettern geniessen wir die super Wind- und Wellenverhältnisse.





Gegen Mittag legt der Wind sogar noch eine Windstärke zu und erreicht satte 5 bis 6 Bf. Die 5.5 bzw. 5.0 m2 Segel mit den kleinen Brettern sind dazu die ideale Kombination. Es herrschen wieder einmal traumhaft schöne Surfverhältnisse, wie man sie sich wünscht.





Auch die Kiter kommen auf ihre Kosten.





Der Wind reicht auch für das Schwergewicht Tom.



Volle 5 Stunden vergnügen wir uns in der Marien-Bucht und haben jede Menge Spass :-)





Um halb vier Uhr streichen wir die Segel, obwohl immer noch guter Surfwind herrscht. Auf der Terrasse der "Touring-Bar" geniessen wir zusammen mit Silvie und Lothar den guten Cappuccino und die tolle Aussicht auf die Bucht.

Die Ungarn hatten heute mit ihren Kites bestimmt ebenso viel Spass.

Der "mega" Windsurftag schreit nach einem krönenden Abschluss. Wir entschliessen uns spontan für das "Ristorante Pizzeria Mezzaluna" ;-) und schliessen uns der Gruppe mit Silvie, Rolf, Lothar, Eva und Walter an. Ein erfüllter Surftag und ein gemütlicher kulinarischer Abend gehen zu Ende.


Windsurfen am Gargano (I) (Samstag, 26.5.2012)
Wetter: bewölkt bis sehr schön / Temp.: 20 - 23 Grad / Wind: 5 - 6 Bf. (NW - N)

In der Nacht war es bewölkt, so dass fast keine Abkühlung stattfand und das Thermometer am frühen Morgen schon 20 Grad Celsius anzeigt. Noch bevor wir uns auf unsere Joggingrunde begeben, trudeln bereits die ersten "Pfingstler" ein und stehen am Eingangstor zum Campingplatz Schlange. Offenbar sind sie schon am Freitagmittag oder am Abend gestartet und die Nacht durchgefahren, um noch einen Platz zu erhaschen. Um es gleich vorne weg zu nehmen: Bis zum Abend ist der Campingplatz praktisch voll.

Statt des prognostizierten Surfwinds von 3 Bf. bläst der Wind zunächst aus nordwestlicher Richtung mit 4 bis 5 Bf. über die Bucht. Wer hätte dies nach der Windvorhersage von "Windguru und Co." vermutet. Als wir um zehn Uhr nach einer kurzen Einkaufstour aus "Vieste" zurückkehren und unsere Bretter wassern (95 und 105 Liter) sind noch kaum Surfer und Kiter zu sehen. Bepowert mit unseren 6.0 bzw. 5.0 m2 Segeln, kosten wir die erste Stunde entspanntes Spasssurfen in vollen Zügen aus. Auch heute ist die Welle angenehm gleichmässig und erreicht auf offenem Meer eine Höhe von etwa einem Meter.

Um elf Uhr dreht der Wind sodann auf Norden, erreicht nun 5 bis 6 Bf. und deckt die ganze Bucht bis ans Ufer ab, nach den dürftigen Windprognosen ein kleines Wunder. Die "Pfingstler" freut's und uns auch ;-)





Ein Bretter- und Segelwechsel ist schnell gemacht, denn alle unsere Segel stehen auf dem Campingplatz zum Abholen bereit. Mit dem 4.7 und dem 5.0 m2 Segeln und unseren kleinsten Brettern geht's weiter. Im Gegensatz dazu müssen die gestressten "Pfingstler" zuerst ihre Surfausrüstung abladen und aufriggen. Hektik breitet sich aus und im Nu ist der ganze Strand mit Surf- und Kite-Material übersät.





Kaum einer möchte sich die tollen Windverhältnisse entgehen lassen. Die Marien-Bucht wird innert kurzer Zeit zum Tummelplatz für alle, die ein Surfbrett oder Kite ihr Eigen nennen, selbst wenn manche Neuankömmlinge, wegen der langen Anreise kaum geschlafen haben.







Dass bei so viel Betrieb auf dem Wasser die Welle und auch der Wind etwas leidet, ist normal. Mit dem ungestörten Spasssurfen ist es vorbei. Man muss bei dem starken Wind ausserdem höllisch aufpassen, dass man ungeschoren aneinander vorbei kommt.









Nach zweieinhalb Stunden Surfen nimmt der Wind sukzessiv ab, Zeit für eine Mittagspause. Auch Fred sieht dies so und steuert das Ufer an.

Als wir nach einer wohlverdienten Stärkung an den Strand zurückkehren, ist vom morgigen Superwind nicht mehr viel übrig geblieben. Nach einem kurzen Testschlag steht fest, dass wir gescheiter einen Cappuccino trinken gehen, als uns in der Kabbelwelle mit dem grenzwertigen Wind abzumühen.


Fotos des Tages: Sonnenuntergang im Gargano




Windsurfen am Gargano (I) (Sonntag, 27.5.2012)
Wetter: sehr schön / Temp.: 18 - 23 Grad / Wind: 4 - 6 Bf. (NW - N)

Der heutige Surftag ist praktisch eine Zweitauflage des gestrigen. Die Eckdaten schauen fast gleich aus: Um zehn Uhr eine Stunde surfen bei 5 bis 6 Bf. Nordwestwind und ein Meter hoher Welle auf dem offenen Meer.



Alsdann dreht der Wind auf Norden, was den kleineren Brettern entgegenkommt und Leben in die Bucht bringt.





Gegen Mittag schwächt sich der Wind leicht ab und weht dafür bis ans Ufer. Am Nachmittag nochmals zwei Stunden surfen bei 4 bis 5 Bf., allerdings in der Bucht bei kabbeliger Welle, die vor allem wegen der vielen Surfer und Kiter entsteht.







Der Strand ist zurzeit noch voll in Surfers und Kiters Hand.





Dies wird sich im Laufe des Junis empfindlich ändern, wenn die Italiener allmählich eintrudeln und die Sonnenschirme und Liegen überhand nehmen.

Am späteren Nachmittag lässt der Wind sodann ganz nach. Die Bucht ist im Nu leer. Ein paar wenige müssen sogar ans Ufer schwimmen.

Wenn der Wind so abrupt abnimmt wie heute, entsteht bei der Segelwaschstelle oftmals eine Warteschlange.

Wir orientieren uns derweil in Richtung "Texas-Bar" und geniessen auf der Aussichtsterrasse den Cappuccino. Unser Surf-Timing war wieder einmal optimal :-)

Den Abend verbringen wir wieder einmal in "Vieste".

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt nehmen wir beim "Pizzeria Guarda che Luna" Platz. Diesmal bestellen wir anstelle einer Pizza mal einen Fisch. Seltsamerweise gibt es in diesem Lokal keinen Rotwein und der Espresso wird mit einem Plastikstäbchen und nicht mit einem Löffel serviert. Der "Pesce alla griglia" ist eher in der Pfanne im Öl zubereitet, als auf dem Grill. Die Pizza im letzten Jahr hat jedenfalls ausgezeichnet geschmeckt. Alles in allem sind wir nicht so richtig "happy" mit unserer Wahl.



Wenigstens stimmt die Aussicht.



Vielleicht hätten wir bei der "Osteria, Pizzeria degli Angeli" essen sollen. Die Aussicht wäre ebenso schön gewesen. Vielleicht beim nächsten Mal.


Fotos des Tages: Helmut in Aktion









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