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Sonntag, 15. Januar 2012

Adelaide (SA), Australien (mit Campervan)

Adelaide (SA) (Sonntag, 15.1.2012)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 30 Grad

Wir stehen in den Startlöchern. Auf der folgenden Landkarte haben wir unsere geplante Reiseroute durch den Süden und Osten Australiens eingezeichnet. Wir werden diese nach Bedarf laufend aktualisieren.

Zur Vergrösserung bitte Landkarte anklicken (230 KB)


Zudem sind in den Titeln unserer Berichte bei den Ortschaftsnamen immer "Google-Maps" hinterlegt, die direkt auf die entsprechenden Landkartenausschnitte führen (Achtung: nach Aufruf der Seite im Internet-Explorer, Firefox, Google-Chrom, Safari, etc. wieder zurückblättern [bzw. Backspace-Taste drücken]).

Nach dem Hotel-Check-Out lassen wir uns mit einem Taxi zur "Apollo Auto- und Wohnmobilvermietung" fahren. Diesmal wollen wir bei der Campervan Übernahme achtsamer sein, als in Neuseeland. Erfreulicherweise erwischen wir einen Deutschen Mitarbeiter von Apollo, der mit uns penibel alles durchcheckt und Fehlendes vervollständigt.

Obwohl wir uns schon bei "Apollo" in "Auckland" versichert hatten, dass wir hier einen Campervan auf "Ford-Transit-Basis" erhalten werden, ist für uns leider wieder ein "VW Crafter" ohne Mückennetz vorgesehen. Wir können dies absolut nicht akzeptieren, denn ohne Mückenschutz könnten wir hier im heissen Australien während der Nacht die Fenster nicht offen halten, was unerträglich wäre.

Zum Glück steht auf dem Gelände noch ein Campervan auf Ford-Basis bereit, den wir durch unsere Intervention stattdessen nun erhalten. Nachdem der Wagen noch gesäubert und ein paar Kleinigkeiten repariert worden sind, fahren wir nach ca. drei Stunden bei "Apollo" endlich los.

Als erstes gilt es möglichst bald, uns eine Parzelle auf dem "Caravan Park Adelaide" zu sichern. Da immer noch Ferienzeit herrscht, sind die Plätze rar. Wir kriegen gerade noch einen der letzten verfügbaren Parzellen und sind happy, denn dieser Campingplatz liegt für uns ideal, nämlich direkt am "River Torrens" mit einem wunderschönen Gehweg bis in die Innenstadt.



Wir kennen den Platz vom letzten Mal. Diesen schönen Swimmingpool werden wir spätestens morgen benutzen, denn es sind 35 Grad vorhergesagt.

Beim Supermarkt "Coles" gehen wir anschliessend auf grosse Einkaufstour. Unser Campervan muss erst mit Ess- und Trinkvorräten gefüllt werden, bevor wir unsere Reise beginnen können. Als wir mit allem fertig sind, ist es bereits drei Uhr. Wir entschliessen uns für einen Spaziergang entlang des Flusses bis an den Rand der Innenstadt. Für mehr reicht die Zeit wohl nicht, denn wir wollen heute Abend unser erstes Barbecue im "Aussieland" noch bei Tageslicht geniessen.

Dieser wunderschön angelegter Fuss- und Radweg verläuft beidseitig des "River Torrens" durch eine teils wilde, teils parkähnliche Landschaft.







Der Fluss führt dieses Jahr wesentlich mehr Wasser, als vor drei Jahren, weil damals wegen Bauarbeiten der Wasserstand reduziert worden war. So kann das Gewässer jetzt auch wieder mit Schiffen befahren werden.



Nach einer guten halben Stunden kommen wir am Becken des "Elder Parks" an, welches etwa auf Höhe der Innenstadt liegt.



Beim "Café Elder Park", direkt am "Convention Centre", gibt's für uns einen feinen Cappuccino mit Kuchen. Dazu spielt ein Gitarrist mit Sängerin dezente Musik und zaubern eine wirklich gemütliche Atmosphäre :-)





Trotz 30 Grad Lufttemperatur empfinden wir es als angenehm, weil die relative Luftfeuchtigkeit mit 25 % wesentlich tiefer liegt, als im tropischen "Townsville".

Wir haben uns schon lange auf den makellosen, sattblauen Himmel Australiens gefreut :-)

Auf dem Heimweg begegnen wir einem Kormoran, der seine Flügel zum Trocknen aufspannt.


Adelaide (SA) (Montag, 16.1.2012)
Wetter: sehr schön, heiss / Temp.: 37 Grad

Wir hätten nicht gedacht, dass wir bereits nach einem Tag wieder die Apollo-Filiale aufsuchen müssten. Gewisse Mängel und Defekte kommen eben erst bei der Benutzung zum Vorschein. Dass der Rauchmelder bei zu heftigem Einsatz des Toasters wild zu piepsen beginnt, ist normal. Da hilft nur die Batterie vorübergehend entfernen. Damit können wir leben.

Wenn aber beim Wasserkocher der Einschalthebel nicht arretiert werden kann und der Kompressorkühlschrank die ganze Nacht hindurch permanent läuft, kann dies schon zum Problem werden. Trotz seriösem Check des Inventars entdecken wir beim Abendessen, dass uns noch ein Abwaschbecken und diverse Kleinigkeiten fehlen. Nobody is perfect ;-)

Zu Denken gibt uns auch das Display bei den Ford-Armaturen, welches nach dem Abziehen des Zündschlüssels, selbst nach längerer Zeit, nicht automatisch ausgeschaltet wird. Wie lange dies die Batterie wohl aufhalten wird? Es bleibt uns schliesslich nichts anderes übrig, als nochmals bei Apollo vorbeizufahren. Zum Glück sind wir immer noch in "Adelaide", so dass wir mit zwei Mal 12 km Fahrstrecke davonkommen.

Anstatt die noch kühlen Morgenstunden für einen gemütlichen Spaziergang in die Innenstadt nutzen zu können, stehen wir bei Apollo herum, bis wir drankommen und alle Probleme behoben sind bzw. alles vervollständigt ist. Mit zwei Stunden Verspätung treten wir unseren Bummel in die Stadt an. Die kräftige südaustralische Sonne hat schon spürbar aufgeheizt. Das Thermometer ist dabei, die 30-Gradmarke zu überschreiten. Es wird ein sehr heisser Tag werden, wie wir ihn übrigens vor drei Jahren in "Adelaide" schon einmal erlebt hatten.



Diesmal folgen wir dem "River Torrens" auf der rechten Uferseite.





"Alle Vögel sind schon da, alle Vögel, alle", und die Meisten suchen, wie wir, den Schatten der Bäume oder das Wasser :-)





Die Aussicht auf die City ist von dieser Uferseite noch grossartiger.





Bei der "Railway Station", wo sich auch das Casino "Adelaides" befindet, wechseln wir zur "Hindley Street", welche eine der Vergnügungstrasse der Stadt ist.







Gleich östlich davon schliesst die "Rundle Mall", die grosse, wunderschön gestaltete Fussgängerzone "Adelaides", an.





In dieser attraktiven Ladenstrasse tummeln sich Strassenkünstler verschiedenster Art und locken mit ihren akrobatischen und musikalischen Darbietungen viele Leute an.



Eine besondere Augenweide, von aussen, wie von innen, ist die zweistöckige "Adelaide Arcade" mit vielen noblen Shops und Cafés.







Die grosse Markthalle beherbergt nicht nur Marktstände mit Gemüse und Früchten, sondern auch normale Läden und sogar Supermärkte, wie "Coles".



Vorgestern Abend, als wir beim Italiener vis-à-vis gegessen haben, hatte es in einem Zeitungsshop gebrannt. Der Brandgeruch ist jetzt noch wahrnehmbar.



Die Innenstadt ist zweigeteilt durch den "Torrens Lake" und "River" in "North und South-Adelaide". Der südliche Teil wird durch die breite, sechs- bis achtspurige "King William Street" wiederum in zwei Stadtteile aufgliedert, so dass die Strassennamen an dieser Schnittstelle ändern, obwohl die Strassenzüge eigentlich durchgehend sind.

Solch' grosszügige Strassen, wie in "Adelaide" (sie ist immerhin die Hauptstadt von "South Australia" und zählt zurzeit ca. 1,1 Mio. Einwohner) findet man bei uns in der Schweiz nirgends. Aber wir haben ja auch keinen König bzw. eine "King Street" ;-) Über die vorbildliche Stadtplanung haben wir schon bei unserer letzten Reise berichtet. "William Light", Surveyor-General von Südaustralien, plante die Stadt im Jahre 1836 als grosszügiges Rechteck. Ihm sind auch die breiten Strassenzüge im Schachbrettmuster und die grosszügigen Parkanlagen zu verdanken, die heute noch ihresgleichen suchen.

Die "King William Street" führt am zentralen "Victoria Square" vorbei, der momentan von der Radrennveranstaltung belegt ist. Immerhin ist der kunstvoll gestaltete Brunnen mit Sicht auf die "Town Hall" von den Abschrankungen frei geblieben, so dass gegen ein paar schöne Fotos nichts einzuwenden ist ;-)





Das Thermometer hat inzwischen 37 Grad Celsius erreicht, zwei Grad mehr, als vorhergesagt wurde. Erstaunlicherweise fühlen wir uns trotzdem verhältnismässig fit und schwitzen kaum. Dies mag mit der aussergewöhnlich trockenen Luft hier in "Adelaide" zusammenhängen.

Entlang des "Torrens Parade Ground", einem der vielen schönen Parks, spazieren wir zurück zum Fluss.

Am heutigen Montag sind wir auf dem Flussweg beinahe allein unterwegs. Die grosse Hitze mag das ihrige dazu betragen. "Adelaide" hat uns, wie schon vor drei Jahren, als wir eine ganze Woche in dieser Stadt zugebracht haben, sehr gut gefallen. Morgen geht's dann endlich weiter mit unserem neuen Campervan, zunächst in Richtung Südosten.

2 Kommentare:

  1. in Hahndorf fand ich es sehr interessant, dass man derart viele deutsche Namen und Bezeichnungen dort sieht (z.B. in der Bäckerei), aber eigentlich kaum jemanden findet, der deutsch spricht

    Liebe Grüße
    Norbert

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  2. Hallo Norbert,

    dies ist uns auch aufgefallen, schon als wir vor drei Jahren dort gewesen sind. Offenbar haben sie die ursprüngliche Muttersprache ihren Nachkommen nicht weitergegeben oder die Besitzer haben gewechselt. Dies haben wir erst kürzlich im neuseeländischen "Taupo" bei einer Eisdiele erlebt. Der neue Besitzer sagte uns, dass er den Laden einem Österreicher abgekauft habe.

    Wir haben selbst Verwandte in Australien, die uns auf die Schwierigkeiten bei der Weitergabe der Muttersprache hingewiesen haben. Mit der Zeit wird die Sprache immer mehr verfälscht und vereinfacht, so dass vom ursprünglichen Wortschatz letztendlich nicht mehr viel übrig bleibt. So ist das Leben...

    Liebe Grüsse
    Heinz und Anita

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Kommentar(e) zum Reisetagebuch-Eintrag von Anita und Heinz


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